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Steine einfühlen und repräsentieren
Bei jeder Aufstellung werden zehn oder bis zu zehn Vorfahren eingefühlt und repräsentiert. Es können auch weniger sein, aber für mehr wird es fast nie Gelegenheit geben. Das geht wie folgt: Du nimmst den Stein in die Hand, stellst dich an die Stelle, an der der Stein lag, hältst den Stein in beiden Händen und gibst dem Vorfahren innerlich zu verstehen, dass er oder sie willkommen ist. Dann fühlst du das Steinchen ein. Das bedeutet, dass du dich leer machst und schaust, was du erlebst. Vielleicht kommt dir eine bestimmte körperliche Empfindung in den Sinn, ein Gedanke, ein Bild, ein Gefühl. Du kannst laut sagen, was du erlebst. Darüber wird nicht gesprochen. Wir beschränken uns hier auf das, was du selbst sagst. Wenn du nichts sagst, ist das auch in Ordnung. Wenn du dir das noch nicht so recht vorstellen kannst oder davor zurückschreckst, kannst du den Stein auch einfach nur halten und dich mit deinem Herzen mit ihm verbinden, indem du den Vorfahren willkommen heißt und ihm kurz deine Aufmerksamkeit schenkst.
Danach gibst du mir den kleinen Stein, ich stelle mich an die Stelle, an der du gestanden hast, und repräsentiere den Vorfahren. Das ist ein Prozess, der Zeit braucht. Dabei bleibe ich auch bei meinem eigenen Bewusstsein. Danach lege ich den Stein wieder zurück. In dem Moment, in dem ich aus der Darstellung heraustrete, verlässt mich auch das Bewusstsein des Vorfahren, auch wenn das, insbesondere bei einem Vorfahren mit starken Emotionen, eine Weile dauern kann. Ich versuche, so schnell wie möglich ganz herauszutreten, aber manchmal brauche ich dafür etwas Zeit.
Vielleicht möchtest du bei dem, was geschehen ist, innehalten. Vielleicht möchtest du sofort zum nächsten Vorfahren übergehen. Das entscheidest du selbst. Manchmal kann ich aus meiner Position als Repräsentant und weil ich den Vorfahren selbst von innen heraus erlebt habe, noch einige Informationen liefern.
Bei der thematischen Ahnen Aufstellung ist festgelegt, welchen Stein du als Nächstes aufnimmst, bei der allgemeinen Ahnen Aufstellung entscheidest du selbst, welchen Stein du aufnehmen möchtest. Dies wiederholt sich, bis maximal zehn Steine eingefühlt und repräsentiert sind.
Tipp: Steine
Als ich zum ersten Mal mit jemandem online einen Termin für ein Ahnenritual vereinbart hatte, kam diese Person auf die Idee, dass es keine Steine sein mussten. Sie hatte Holzperlen besorgt. Glücklicherweise gab es um die Ecke von ihrem Haus einen Weg mit Kieselsteinen, sodass sie sofort Steine besorgen konnte.
Warum Steine? Steine können Energie sehr gut speichern und wieder abgeben. Holz hat diese Fähigkeit weniger.

