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Tipps für Begleiter

Die Rolle des Begleiters ist natürlich auch eine wichtige Rolle, die man üben muss, wenn man damit arbeiten möchte. Eines der wichtigsten Dinge, die man als Begleiter im Auge behalten muss, ist, dass man die Person, die aufstellt, nicht aus einer Position außerhalb anspricht und dass man akzeptiert, dass alles, was die Person, die aufstellt, tut oder nicht tut, aus der Position des Repräsentierten heraus geschieht. Deshalb nennst du die Person, die sich aufstellt, niemals bei ihrem eigenen Namen, es sei denn, dieser steht für sie selbst. Du nennst den Repräsentanten immer bei dem Namen oder dem Thema oder Gegenstand, den er repräsentiert. Gebt dem Repräsentanten viel Raum und Zeit. Wenn jemand beispielsweise eine Weile lang nichts sagt und sich nicht bewegt, kannst du beispielsweise sagen: „Ich sehe, dass du schon eine Weile stillstehst und nichts sagst. Ist es in Ordnung, wenn ich dir eine Frage stelle?” Oder vielleicht möchtest du das nicht fragen, sondern sagst: „Ich sehe, dass du schon eine Weile lang nichts sagst und dich nicht bewegst. Ich möchte dir eine Frage stellen.” Und dann stellst du deine Frage. Du kannst zum Beispiel fragen: „Was geht in dir vor? Kannst du etwas dazu sagen?“

versuche liebevoll und verständnisvoll ein Bild von der dargestellten Person zu bekommen, womit sie beschäftigt ist, wie sie sich fühlt, was los ist, was sie denkt. Vielleicht hat die dargestellte Person körperliche Empfindungen, oder eine Bewegung gibt dir einen Eindruck davon, was innerlich vor sich geht. Frage danach, benenne es.

Wenn sich der Fragesteller selbst in einer Aufstellung positioniert, beziehst du ihn als Begleiter mit deinen Fragen und Anmerkungen mit ein. Es kann gut sein, dass der Fragesteller selbst die zentrale Rolle einnimmt, die betrachtet werden muss, und dass er in einer Aufstellung Hilfe benötigt. Wenn sich der Fragesteller selbst positioniert, ist seine Aufstellung selbstverständlich einfühlend.

Manchmal entfaltet sich alles von selbst und du als Begleiter musst nicht viel tun.

Versuche als Begleiter, dich aus den Überlegungen herauszuhalten. Stelle dir also nicht die Frage: „Was soll ich jetzt tun? Muss ich etwas fragen?” Sei einfach spontan so, wie du bist. Dann passt du als Begleiter wahrscheinlich am besten zur Aufstellung.

Eine Falle für den Begleiter besteht darin, dass du die Person, die du begleitest, in eine reflektierende Haltung versetzt. Das heißt, dass du als Begleiter solche Fragen stellst, dass du den anderen zum Nachdenken bringst. Das gilt sowohl für eine repräsentative als auch für eine einfühlende Aufstellung. Nachdenken gehört nicht in eine Aufstellung. Du fragst also niemals: „Warum?“ Du beschränkst dich auf Beschreibungen der anderen Person, die sich aufstellt, im Hier und Jetzt. Du selbst sagst auch nichts über Gründe. Du suchst auch nicht nach zugrunde liegenden Motivationen. Zum Beispiel die Frage: „Glaubst du, dass das, was du jetzt sagst, etwas mit ... zu tun hat?“ Das ist in einer Aufstellung absolut nicht möglich. Dann höre mit dem Aufstellen auf, setze dich hin und sprich mit den anderen, wenn du das möchtest. Dann kannst du reflektieren und dein Gehirn wieder an die Arbeit setzen. In einer Aufstellung tust du das vor allem nicht. Bei einer Aufstellung beschränkst du dich auf das, was im Hier und Jetzt geschieht, ohne zu reflektieren.

Du kannst im Nachhinein auch fragen, wie du auf den Repräsentierten gewirkt hast. Derjenige, der als Repräsentant fungiert hat, kann dir wahrscheinlich sagen, wie deine Interventionen auf den Repräsentierten gewirkt haben, und vielleicht auch, ob du etwas ausgelassen hast, das unberührt geblieben ist. Daraus kannst du auch viel lernen.

Und: Auch wenn aus unserer Sicht nicht viel passiert ist, kann energetisch viel passiert sein.

Ein weiterer Tipp ist, die Personen, die sich aufgestellt haben (als Repräsentanten oder Einfühlende), nach dem Ende aus ihrer Rolle zu entlassen. Wie ich es von Ferry und Margrete gelernt habe (siehe die Rubrik 'Referenzen' unter 'Sonstiges'), legt der Fragesteller demjenigen, der sich aufgestellt hat, eine Hand auf die Schulter und sagt dabei: „Danke, du bist jetzt wieder ... (Name nennen).” So wird das Entlassen von Personen aus der Aufstellung selbst zu einem kleinen Ritual. Online ist das auf diese physische Weise nicht möglich. Der Fragesteller kann sich jedoch bedanken und den Namen nennen. Eine Alternative zum Handauflegen ist, der anderen Person zu empfehlen, kurz mit den Füßen auf den Boden zu stampfen oder einen Seitenschritt zu machen.

Du kannst mich fragen, wenn dich etwas beschäftigt oder du etwas in deiner Rolle als Begleiter besprechen möchtest.

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