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Deinen Körper erkunden

Die folgende Übung geht noch einen Schritt weiter als das Einfühlen in deine Vorfahren. Bei der zuvor genannten ersten Übung des Rituals, bei der du dich in deine Vorfahren einfühlen solltest, kann es vorgekommen sein, dass du nichts gespürt hast. Es kann nämlich durchaus sein, dass zu diesem Zeitpunkt kein Vorfahre nach vorne treten wollte.

In dieser Übung ist das eigentlich nicht möglich. Das ist schon spannend. Denn vielleicht spürst du nichts. Es kommt darauf an, innerlich ganz still zu sein und Geduld zu haben. Die Stille und die Geduld oder die Offenheit, die reine Offenheit ohne Erwartungen, sind die wichtigsten Zutaten. Neben der Liebe, mit der du es tust, natürlich. Die Liebe ist der Maßstab für alles.

Sollte dir das schwerfallen, ist Meditieren eine gute Lösung. Dazu verweise ich dich auf die Rubrik ‚Meditationsanleitung’. Dort gebe ich dir den Rat, dich nicht auf die Zeit zu konzentrieren. Wenn du dich jedoch in der feinstofflichen Wahrnehmung üben möchtest, das heißt: reine Offenheit und tiefe Stille zu praktizieren, dann ist es empfehlenswert, über einen bestimmten Zeitraum hinweg täglich oder fast täglich eine Viertelstunde zu meditieren.

Ein weiterer Unterschied dieser Übung zu den vorherigen Übungen besteht darin, dass es sich bei den Körperteilen um Systeme handelt, die nicht wie menschliche Systeme funktionieren. Dies sind Energiefelder, die sich ganz anders anfühlen. Mit dieser Übung gelangst du in andere Welten, die wir nicht kennen.

Besondere Aufmerksamkeit erfordert es, wenn du auf eine menschliche Energie stößt, während du einen Körperteil spürst. Dann hast du es mit einer Besetzung zu tun. Dann hat sich eine menschliche Energie oder Emotion auf diesem Teil deines Körpers festgesetzt. Dann empfehle ich dir, daran zu arbeiten, dies zu reinigen. Im folgenden Abschnitt erkläre ich einige Übungen zur Reinigung.

Die Übung ‚Deinen Körper erkunden‘ ist einfach und folgt dem gleichen Prinzip wie das Ahnenritual. Mir erscheint es wichtig, dass du die Übung blind machst, das heißt, dass du nicht weißt, welchen Teil deines Körpers du gerade wahrnimmst. Wir haben so viele Bilder von allem in uns, dass es besser ist, diese Bilder zu umgehen, indem du nicht weißt, mit welchem Körperteil du gerade beschäftigt bist.

Du schreibst Zettel mit Körperteilen darauf. Diese faltest du so, dass du nicht sehen kannst, was darauf steht, oder du drehst sie um. Du mischst sie und nimmst zufällig fünf davon heraus, ohne sie anzusehen. Du sorgst dafür, dass du fünf Steine hast. Wenn du die Möglichkeit hast, sorgst du dafür, dass es ruhig ist, dich niemand stören kann und du Zeit hast. Du fühlst dich entspannt. Es gibt gerade nichts, was deine Aufmerksamkeit beansprucht. Du legst fünf Steine in einer Reihe auf den Boden und legst zu jedem Stein einen Zettel. Du siehst nicht, was darauf steht. Du nimmst einen Stein und spürst hinein. Das kannst du mit einer Frage oder einer Bemerkung begleiten, wie zum Beispiel: „Körperteil, ich werde mich in dich hineinfühlen. Ich bitte dich, dich mir mitzuteilen“. Ich selbst denke nicht daran, aber das ist sicherlich schön zu tun. Du schreibst auf, was du innerlich wahrnimmst, machst deinen Geist frei und gehst zum nächsten Steinchen über. Wenn du alle fünf durch hast, schaust du, welcher Körperteil auf welchem Zettel stand, und liest die dazugehörigen Notizen. Das wiederholst du für alle Zettel mit Körperteilen.

Wenn es für dich insofern schwierig ist, dass du regelmäßig auf Probleme und Spannungen in bestimmten Körperteilen stößt, könntest du dich dafür entscheiden, nicht weiter in diese Körperteile hineinzufühlen, sondern dich zunächst darauf zu konzentrieren, deinen Körper zu unterstützen. Siehe hierzu den folgenden Abschnitt ‚Körperteile unterstützen und reinigen‘. Das ist aber keineswegs ein Muss. Allein durch das Hineinfühlen schenkst du den Bereichen bereits Aufmerksamkeit, und dadurch können Dinge in Bewegung kommen. Wenn du also auf Spannungen und Probleme stößt, kannst du das auch in Ordnung finden, dir darüber keine allzu großen Sorgen machen und einfach weitermachen. Letztendlich ist es gut, dem Aufmerksamkeit zu schenken, aber diese Übung zu Ende zu bringen, ist auch eine gute Hilfe bei Spannungen und Problemen. Diese Übung selbst ist hilfreich. Das solltest du dir bewusst machen.

Was die Körperteile betrifft: Du stellst jeden Teil so weit wie möglich einzeln auf. Du stellst also nicht deine Beine oder Ohren auf, sondern das linke Bein und das rechte Bein, das linke Ohr und das rechte Ohr und so weiter. Wenn für mich Teile in meiner Wahrnehmung nicht differenziert sind, fasse ich sie zu einem Ganzen zusammen. Schau einfach, wofür du dich hier entscheidest. Das hängt von deinem Wissen in diesem Bereich und deiner eigenen Erfahrung mit deinem Körper ab. Nachfolgend findest du eine Liste mit Körperteilen. Diese ist zum Teil willkürlich. Für dich können andere Unterteilungen wichtig sein.

Um es überschaubar zu halten, kannst du damit beginnen, die zwanzig für dich wichtigsten auszuwählen. Notiere dir, welche du bereits behandelt hast, damit du beim nächsten Mal wieder zwanzig auswählen kannst, die du dann behandeln möchtest, ohne Wiederholungen.

Liste der Körperteile

1. Linker Arm

2. Rechter Arm

3. Linkes Bein

4. Rechtes Bein

5. Linker Fuß

6. Rechter Fuß

7. Linke Hand

8. Rechte Hand

9. Linkes Handgelenk

10. Rechtes Handgelenk

11. Linker Ellenbogen

12. Rechter Ellenbogen

13. Linker Knöchel

14. Rechter Knöchel

15. Linkes Knie

16. Rechtes Knie

17. Linke Schulter

18. Rechte Schulter

19. Kopf

20. Linkes Ohr

21. Rechtes Ohr

22. Linkes Auge 

23. Rechtes Auge

24. Nase

25. Mund

26. Zunge

27. Zähne links

28. Zähne rechts

29. Linker Kiefer

30. Rechter Kiefer*

31. Kopfhaare

32. Rücken

33. Becken

34. Linke Hüfte

35. Rechte Hüfte

36. Rechte Gesäßhälfte

37. Linke Gesäßhälfte

38. Linke Brust

39. Rechte Brust

40. Brustkorb 

41. Linke Achselhöhle

42. Rechte Achselhöhle

43. Haut 

44. Kehle

45. Hals

46. Schädel

47. Stimmbänder

48. Schilddrüse

49. Linke Lunge

50. Rechte Lunge

51. Thymus (Brusthirn)

52. Herz

53. Speiseröhre

54. Luftröhre

55. Rückenmark

56. Wirbelsäule

57. Zwerchfell

58. Magen

59. Bauchspeicheldrüse

60. Gallenblase

61. Leber

62. Milz

63. Linke Niere

64. Rechte Niere

65. Blase

66. Dünndarm

67. Dickdarm

68. Anus

69. Geschlechtsorgane

70. Eierstöcke

71. Gebärmutter

72. Vagina

73. Vulva

74. Prostata

75. Penis

76. Hoden

77. Hirnstamm

78. Großhirn

79. Kleinhirn

80. Hypophyse

81. Zirbeldrüse

82. Hormone

83. Blut

84. Blutgefäße 

85. Lymphe 

86. Lymphknoten 

87. Nerven 

88. Muskeln 

89. Knochen 

90. Gelenke 

91. Meridiane

92. Wurzelchakra

93. Sakralchakra

94. Solarplexuschakra

95. Herzchakra

96. Halschakra

97. Stirnchakra 

98. Kronenchakra

*Ich stelle fest, dass ich bei den Zähnen und dem Kiefer keine Unterteilung in Ober- und Unterkiefer vornehme, was ebenfalls möglich gewesen wäre.

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